NACHRICHTENAktuellesTTIP - Ford-Chef Bernhard Mattes in Ratingen

TTIP - Ford-Chef Bernhard Mattes in Ratingen

Rund 150 Verteter aus Unternehmen, Politik und Verwaltung aus Ratingen und Umgebung waren am 21. Oktober 2015 in das Landhotel Krummenweg gekommen, um Bernhard Mattes, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Ford-Werke, zu hören. Mattes sprach auf Einladung der Mittelstandsvereinigung MIT, der Commerzbank AG, von Böcker Wohnimmobilien und des Unternehmensverbands Ratingen zum Thema "TTIP - Ein Erfolgsrezept für die Zukunft oder das Ende der Demokratie?"

ttip mattes

V.l.: Hanno Paas (MIT), Peter Moog (Commerzbank), Bernhard Mattes, Olaf Tünkers (UVR)

Mattes, der seit Mitte 2013 auch Präsident der American Chamber of Commerce in Germany ist, erläuterte anhand einiger Beispiele, welche tarifären und nichttarifären Handelshemmnisse es zwischen den USA und Europa heute noch gibt. Zwar müsse man die Bedenken der Menschen ernst nehmen, jedoch seien diese regelmäßig unbegründet, da TTIP nicht die vorhandenen Standards und Regelungen in den EU-Staaten ändere. Es bestehe ein klar umrissenes Verhandlungsmandat der EU - und letztlich müsse jedes EU-Mitgliedsland dem Ergebnis zustimmen. Bernhard Mattes widerlegte auch die Einschätzung, dass die bisherigen Standards in Europa immer höher seien als in den USA und die Gefahr einer Absenkung bestehe. Vielmehr gebe es in vielen Bereichen höhere Standards in den USA - der VW-Skandal mit nicht eingehaltenen Grenzwerten habe seinen Ausgangspunkt in den USA gehabt. Auch die von vielen TTIP-Gegnern befürchteten Investmentschutzklagen seien kein US-Phänomen: Die bisherigen - wenigen - Klagen seien zu 53 Prozent von EU-Unternehmen geführt worden - und nur in 22 Prozent der Fälle von US-Firmen. Es sei wichtig, die Diskussion zu versachlichen und den Menschen insbesondere in Deutschland die Ängste vor TTIP zu nehmen.

 
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