Wie Globalisierung und Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft verändern, darüber sprach beim UVR-Neujahrsempfang am 15. Januar 2020 NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in seinem Vortrag "Innovation als Motor für den Mittelstand". Zu der traditionellen Veranstaltung in der Ratinger DumeklemmerHalle hatten erstmals 200 Personen aus Unternehmerschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden zugesagt. Prof. Pinkwart wies auf die Exponentialität der Wissensentwicklung hin und darauf, dass frühere Kunden der deutschen Wirtschaft zu Wettbewerbern geworden seien. Immer kürzere Produktzyklen stellten eine kulturelle Herausforderung für deutsche Perfektionisten dar, man müsse fragen, ob jede Innovation sofort perfekt sein müsse. Die Digitalisierung zwinge die Unternehmen, immer schneller zu werden, um sich auf dem Weltmarkt zu behaupten. Hierbei sei auch der Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Hochschule wichtig, den sein Ministerium besonders und vielfältig fördere.

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v.l.: Dr. Sabine Tünkers, Klaus Pesch, Elisabeth Müller-Witt, Olaf Tünkers, Dr. Tina Pannes, Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Fotos: Achim Blazy)

Durchaus selbstkritisch merkte Prof. Pinkwart an, dass bei einem Bau, der in neun Monaten durchgeführt werde, die Genehmigungsphase nicht zwei Jahre dauern dürfe. Anhand von Beispielen wies er darauf hin, dass man in Genehmigungsverfahren gemeinsam zu schnelleren positiven Ergebnissen gelange, wenn Behörden und Antragsteller nicht gegeneinander arbeiteten. Deutschland tue gut daran, zu einer emotionalen Nüchternheit zu gelangen. Gerade angesichts des Fachkräftemangels gehe es auch darum, Schule und Wirtschaft früher und besser zu verzahnen.

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Nach dem Vortrag übernahm traditionsgemäß der Karneval mit der Ratinger Prinzessin Claudia II. die Regentschaft und verteilte Orden. 

 

 
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